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![]() Die Lehre von der Physiognomik (pathos = Leiden, physis = Körper, gnoma = Kennzeichen) als Inbegriff aller Erscheinungsformen eines lebenden Individuums besteht seit Menschengedenken. Die Physiognomik ist ein Überlebensprinzip - schon bei Tieren! Vögel können in Bruchteilen von Sekunden Äste an Bäumen erkennen, um sicher landen zu können. Die Unterscheidung erfolgt physiognomisch - aus Instinkt und Erfahrung. Und von jeher haben Tier und Menschen durch ihre äußere Körperform Angst, Sympathie, Angriffsbereitschaft oder Gleichgültigkeit angezeigt. Von jeher hat sich Außergewöhnliches von der Norm unterschieden. Von jeher haben Menschen herauszufinden versucht, warum die äußere Erscheinung eines Menschen im Ganzen oder in Teilen von der Norm abwich. Aus genauer Beobachtung entstanden Erkenntnisse, an Hand derer versucht wurde von nicht konformen Erscheinungen des Äußeren Rückschlüsse auf die Gesundheit und das Verhalten zu ziehen. Gesundheit und Verhalten, Körper und Seele, Medizin und Psychologie - beide Disziplinen entwickelten das aus der Beobachtung gewonnene Wissen weiter. Während die Psycho-Physiognomik nach Carl Huter den gesamten Menschen in Betracht zieht (Gesicht- und Körperausdruck, Statur, Haltung) wendet sich die Pathophysiognomik in erster Linie der Betrachtung der Gesichtshaut zu. Speziell das Gesicht zeigt den Ausdruck des momentanen Zustand eines Menschen und spiegelt seine körperliche und seelische Situation über die Haut. Krankheit verändert die Ausdrucksformen. Die Gesichtshaut spiegelt die pathophysiologischen Vorgänge im Körper schon früh, bevor noch für den Kranken spürbare Symptome auftreten. Die Pathophysiognomik ist also die Lehre des Erkennens von organ-und funktionsspezifischen Zeichen im Gesicht, aus denen sich Rückschlüsse auf Erkrankungen oder Krankheitsdispositionen ableiten lassen - basierend auf einem wunderbaren System vom Natale Ferronato. Die Pathopyhsiognomik ist ein hilfreiches Instrument - trotzdem kann auf eine Diagnose bei einem Arzt oder Heilpraktiker keinesfalls verzichtet werden! |
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